Grundsätzliche Informationen über Videotheken
Eine Videothek ist ein Geschäftsbetrieb, in dem Filme und andere Medien gesammelt, archiviert und den Kunden zugänglich gemacht werden.
In einer Videothek werden nicht mehr wie ursprünglich nur Videokassetten, sondern inzwischen hauptsächlich andere Medien wie DVD´s und Computerspiele verliehen und verkauft. Deshalb kann man auch von Mediatheken sprechen. Es handelt sich um fast ausschließlich gewerbliche Betriebe, in denen die Ausleihe von Spielfilmen, Musikfilmen, Spielen (PC und Konsole) usw. gegen eine Gebühr möglich ist.
Im Bundesdurchschnitt hat jede Videothek einen Bestand von 4452 Verleih-DVD´s. Der Bestand von Blu-ray Disc´s liegt nur bei lediglich 175 Exemplaren.
92 Prozent der Videotheken verleihen nicht nur Medien, sie verkaufen auch gebrauchte und neue DVD´s.
Der Hauptanteil des Umsatzes einer Videothek wird mit 69 Prozent durch den Verleih von DVD´s erzielt. Der Verleih von Blu-ray Disc´s nimmt dagegen nur etwa 1,5 Prozent des Umsatzes ein. Mit 13,6 Prozent des Umsatzes schlägt der Verkauf von Medien, also DVD´s und Spielen, zu Buche. In den meisten Videotheken ist es auch möglich, Zusatzprodukte zu erwerben, wie zum Beispiel Getränke, Süßigkeiten und Zeitschriften. Der durchschnittliche Umsatzanteil dieser Zusatzprodukte beträgt etwa 5 Prozent.
65 % aller in Deutschland ansässigen Videotheken werden als Kombi-Videothek geführt. 31 % sind reine Erwachsenenvideotheken, bei 4 % handelt es sich um eine Familienvideothek. Während Familienvideotheken keinerlei Filme im Sortiment haben, welche auf dem Index stehen oder pornographisch sind, darf eine Erwachsenenvideothek nur volljährigen Personen den Zutritt gewähren, da alle Filmarten im Angebot sind. Eine Kombi-Videothek ist eine Mischung beider Typen, sie verfügt über zwei begrenzt miteinander verbundene Erwachsenen- und Familienteile. Die meisten Videotheken arbeiten mit Videothekenkarten. Diese werden personalisiert für den Kunden herausgegeben. In Verbindung mit einem PIN oder Fingerabdruck wird so verhindert, dass Fremde auf einen falschen Namen Leistungen in Anspruch nehmen.